Geld vom Land soll Kita-Zeiten in Unna flexibler machen - Eltern melden Bedarf

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Hunderte Eltern von Kindergartenkindern in Unna wünschen sich längere und flexiblere Betreuungszeiten in Kitas. Dank Förderung vom Land können Einrichtungen demnächst Wünsche erfüllen - allerdings nur fünf von 28 Kitas.

Unna

, 13.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wünsche nach längeren und flexibleren Betreuungszeiten sollen Unnas Kindergärten nach den Sommerferien besser erfüllen können. Die Stadt Unna will Fördermittel des Landes an Träger weitergeben. Allerdings können davon nur fünf der Unnaer Kitas profitieren. Das Geld ist begrenzt.

156.000 Euro plus fürs nächste Kita-Jahr

Wie die Stadt Unna jetzt mitteilt, stehen ab dem Kindergartenjahr 2020/21 zusätzlich 156.000 Euro für die Betreuung von Vorschulkindern zur Verfügung. Die Summe soll eingesetzt werden für die Flexibilisierung der Betreuungszeiten. Der hauptsächliche Geldgeber ist die Landesregierung. Sie stellt insgesamt 40 Millionen Euro zur Verfügung, von denen 124.800 Euro auf Unna entfallen. Die Stadt selbst erhöht den Zuschuss um 25 Prozent, also um weitere 31.200 Euro.

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Befragung: Eltern wünschen flexiblere Zeiten

Der Bedarf ist vorhanden in Unna. Das Jugendamt hatte Eltern befragt zur Zufriedenheit und zu Wünschen in Bezug auf Betreuungszeiten. Ergebnis: Rund zwei Drittel der Eltern, die an der Erhebung teilgenommen haben, wünschen flexiblere und längere Betreuungszeiten. Der Rahmen der Öffnungszeiten liegt bei den meisten der Unnaer Kindertagesstätten zwischen 7 und 17 Uhr. Vor 7 Uhr öffnen zwei Kitas. Extrem frühe Bringzeiten werden teils auch benötigt: Betreuung schon vor 6 Uhr wünschten zwei Prozent der rund 1000 Befragten, also immerhin 20 Familien. Jede zehnte Familie würde ihr Kind gerne vor 7 Uhr zur Kita bringen.

Den meisten reicht Abholzeit bis 16 Uhr

Bei fast 80 Prozent reicht eine Abholzeit bis 16 Uhr aus. Das Kind noch später abzuholen, diesen Wunsch gibt es aber durchaus auch: 130 Mal wurde eine Abholzeit von 17 Uhr gewünscht, immerhin 50 Mal 18 Uhr. Nur sechs der 28 Einrichtungen haben derzeit bis 17 Uhr geöffnet.

Auch der Wunsch nach Wochenendbetreuung wird geäußert: 4,6 Prozent der Befragten gaben dies an.

Fünf Kitas sollen ausgewählt werden

Längere Öffnungszeiten, Betreuung auch an Wochenenden und Feiertagen, auch zusätzliche Angebote bei unregelmäßigem Bedarf: Dies und mehr soll die Zusatzförderung des Landes ermöglichen. Die zur Verfügung stehenden Mitteln könnten allerdings nicht für flächendeckende Förderung eingesetzt werden, heißt es aus dem Rathaus. Es sollen zum Kindergartenjahr 2020/2021 fünf Einrichtungen ausgewählt werden, die jeweils bis zu 31.200 Euro erhalten. Träger von Kindergärten sollen nun Konzepte zur Flexibilisierung ihrer Betreuungszeiten beim Jugendamt einreichen.

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