Vergewaltigung im Düsseldorfer Hofgarten erneut vor Gericht

Die mutmaßliche Gruppenvergewaltigung einer Wuppertalerin im Düsseldorfer Hofgarten wird seit Freitag erneut vor Gericht verhandelt. Die Staatsanwältin hatte gegen das Urteil des Amtsgerichts Berufung eingelegt. Sie will höhere Strafen für die Angeklagten. Auch die drei Verurteilten hatten Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt.

14.08.2020, 11:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa

Eine goldfarbene Justitia-Figur. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa

Angeklagt sind vier 15- bis 18-Jährige - darunter ein Mädchen. Laut Anklage war die 51-jährige Wuppertalerin in der Nacht zum 8. Juni 2019 von den Jugendlichen in den Park gelockt, ausgeraubt und vergewaltigt worden. Das hatten die Angeklagten nach ihrer Festnahme bestritten und behauptet, die Frau habe freiwillig Sex mit ihnen gehabt.

Von zwei Angeklagten waren DNA-Spuren sichergestellt worden. Die polizeibekannten Intensivtäter wurden drei Monate später in den Wohnungen ihrer Eltern in Ratingen festgenommen und verrieten die beiden Mitangeklagten. In der Wohnung der Mutter des Mädchens in Lünen wurde das Mobiltelefon des Opfers gefunden.

Drei Jugendliche waren zu Gefängnisstrafen zwischen zwei und zweieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Ein vierter Angeklagter wurde freigesprochen. Der Prozess ist aus Jugendschutzgründen nicht öffentlich.

Zwei 16 und 18 Jahre alte Angeklagte waren als Vergewaltiger und Räuber verurteilt worden. Das 15-jährige Mädchen bekam zwei Jahre Haft wegen Raubes und Beihilfe zur Vergewaltigung.

Der mitangeklagte 16-jährige Freund des Mädchens war vor der Vergewaltigung und dem Raub weggegangen. Er wurde freigesprochen. Die Staatsanwältin hatte bis zu dreieinhalb Jahre Haft für die Jugendlichen beantragt.

Weitere Meldungen