Steinmeier lobt Hilfe für Niederlande in der Pandemie

Wer Zeichen deutsch-niederländischer Freundschaft sucht, wird in Münster fündig - wie der Bundespräsident. Die medizinische und militärische Zusammenarbeit sieht er als Beispiel dafür, was gut läuft zwischen europäischen Nachbarn.

29.09.2020, 11:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei einem Besuch in Münster hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die deutsch-niederländische Freundschaft als beispielgebend für Europa hervorgehoben. Unter anderem dankte er am Dienstag den Mitarbeitern des Universitätsklinikums für ihre unbürokratische Hilfe für das Nachbarland, als die dortigen Kliniken mit hohen Patientenzahlen belastet waren. Die Einrichtung hatte im Auftrag der Landesregierung die Verteilung von insgesamt 58 niederländischen Patienten auf deutsche Krankenhäuser übernommen.

„Das ist nicht nur eine medizinische Großtat, die den Patienten hilft, sondern das ist gerade in Zeiten der Not auch ein Freundschaftsbeweis“, sagte Steinmeier. Dieser helfe „in einem Europa, das nicht immer und in allen Fragen zusammenkommt“, immer wieder, „neue Brücken zu schlagen.“ Neben dem aus Münster koordinierten Einsatz für niederländische Erkrankte, hob er dabei auch die Hilfe hervor, die deutsche Kliniken mit der Aufnahme italienischer Covid-19-Patienten geleistet hatten.

Ursprünglich hatte das Staatsoberhaupt in Münster den niederländischen König Willem-Alexander treffen wollen. Dieser hatte aber nach steigenden Infektionszahlen in seinem Heimatland die Reise kurzfristig abgesagt. Am Dienstag nannte er auch im Namen des Königs den Einsatz der Uniklinik „ein wirkliches Zeichen der Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern“.

Der Bundespräsident traf außerdem mit Vertretern des in Münster stationierten deutsch-niederländischen Korps zusammen, das vor 25 Jahren gegründet worden war. Das inzwischen multinationale Nato-Headquarter sei ein Beispiel für erfolgreiche militärische Kooperation über Grenzen hinweg und zeichne sich durch hohe Professionalität und Kameradschaft aus, unterstrich Steinmeier nach einem Treffen mit den Soldaten.

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