Braune Augen und Vollbart: Neandertaler im neuen Gewand

Der „berühmteste und älteste Rheinländer“, der Neandertaler, wird im LVR-Landesmuseum in Bonn neu präsentiert. Er habe jetzt eine Heimat im Erdgeschoss erhalten, teilte das Museum am Dienstag mit. Anlass für die Umgestaltung ist das 200-jährige Bestehen des Museums.

29.09.2020, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Nachbildung des Neandertalers im LVR-Landesmuseum in Bonn. Foto: Oliver Berg/dpa

Die Nachbildung des Neandertalers im LVR-Landesmuseum in Bonn. Foto: Oliver Berg/dpa

Die französische Künstlerin Elisabeth Daynès hat zudem eine Nachbildung des Neandertalers angefertigt. Die Rekonstruktion basiere auf den originalen Knochen des Neandertalers und zeige sogar die Beeinträchtigung seines linken Armes, den er aufgrund einer Verletzung nicht mehr voll habe nutzen können, so das Museum. Die Nachbildung zeigt einen bärtigen Mann, der aus braunen Augen nachdenklich in die Welt blickt.

Das 40 000 Jahre alte Neandertaler-Fossil, das 1856 im Neandertal bei Düsseldorf entdeckt worden war, befindet sich seit 1877 in dem Bonner Museum. Der Neandertaler war ein enger Verwandter des Menschen, der sich parallel zu ihm entwickelte und dann ausstarb.

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