Antike Statuetten gefunden: Laschet gibt sie Ägypten zurück

Ende eines Kunstkrimis: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Ägyptens Botschafter vier antike Statuetten (600 bis 400 vor Christus) übergeben, die bei einer Razzia beschlagnahmt worden waren. Nach Angaben der Staatskanzlei hatte die Staatsanwaltschaft Paderborn die Statuetten 2016 bei Ermittlungen wegen Hehlerei mit Raubkunst sichergestellt. Sie waren damals bei Durchsuchungen auf dem Wohnzimmertisch eines verdächtigen Restaurators gefunden worden. Nach Einstellung des Ermittlungsverfahrens seien die Kunstwerke zur Rückgabe an den ägyptischen Staat von der Staatsanwaltschaft freigegeben worden.

29.09.2020, 13:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wie ein Sprecher der Paderborner Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte, konnte dem Restaurator nicht nachgewiesen werden, dass er die kriminelle Herkunft der Figuren kannte. Daher sei das Verfahren gegen ihn eingestellt worden. Auch deshalb, weil er auf die Rückgabe der Figuren verzichtete, konnten sie letztlich freigegeben werden. Woher sie stammen, konnte ein Gutachter nicht herausfinden. Dass es sich um Raubgrabungen handelte, sei aber sicher.

Laschet übergab die Statuetten am Montag dem ägyptischen Botschafter, Khaled Galal Abdelhamid, bei dessen Antrittsbesuch in der Düsseldorfer Staatskanzlei. „Bewegliche Kulturgüter als Teil des kulturellen Erbes der Menschheit sind Zeugnisse der Geschichte und Teil der kulturellen Identität jeder Nation“, sagte Laschet. Er freue sich sehr, „mit diesen vier historischen Statuetten aus der ägyptischen Spätzeit ein kleines Stückchen Kulturgeschichte zurückgeben zu können.“

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