Steinewerfer auf der A2: Polizei sucht nach dem Täter und braucht Zeugen

dzAuf der Autobahn

Nach einem Steinwurf von einer A2-Brücke sucht die Kamener Autobahnpolizei nach dem Täter. Ein Stein traf am Dienstag den Wagen einer Frau aus Oberhausen, die Glück hatte und unverletzt blieb.

Kamen

, 08.07.2020, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein unbekannter Täter hat einen Stein von einer Autobahnbrücke auf ein fahrendes Auto geworfen und ein Auto getroffen. Jetzt sucht die Polizei Zeugen. Ereignet hat sich die Tat am Dienstag auf der Autobahn 2 nicht weit entfernt von Methler: Auf der Brücke Kurler Straße/Friedrichshagen in Höhe von Dortmund-Lanstrop. Die Straße führt zum Lanstroper See.

Stein trifft die Windschutzscheibe

Die Autobahnpolizei Kamen, die an der Unnaer Straße stationiert ist und für die hiesigen Autobahnkilometer zuständig, schildert am Mittwoch den Vorfall so: Gegen 14.30 Uhr fuhr eine 51-jährige Frau aus Oberhausen auf der A2 in Richtung Oberhausen. Auf der über die Autobahn führenden Brücke habe eine unbekannte Person gestanden und einen Stein auf das Auto geworfen. Der Stein traf die Windschutzscheibe und beschädigte diese. Glück im Unglück: Die Fahrerin sowie drei weitere Insassen blieben unverletzt.

Täter wird als dünn beschrieben und trug eine Basecap

Bei dem Täter soll es sich um eine männliche Person mit dünner Statur gehandelt haben. Er war komplett dunkel gekleidet mit schwarzer Jacke, schwarzer Hose und schwarzer Basecap.

Die Polizei sucht jetzt Zeugen. Hinweise bitte an die Autobahnpolizeiwache Kamen unter Tel. 0231-1324521.

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In ähnlichen Fällen Mordkommission gebildet

Im Dezember vergangenen Jahres traf an der Heerener Straße ein faustdicker Stein ein Auto, das mit Tempo 70 unterwegs war. Die Scheibe des Fahrers aus Unna zerbrach: In der Vergangenheit hat es immer wieder ähnliche Vorfälle gegeben, bei denen Gegenstände auf Autos geworfen wurden.

Dabei wurden auch schon Mordkommissionen gebildet, weil davon ausgegangen wurde, dass der Tod von Menschen billigend in Kauf genommen wurde.

Jugendstrafen wegen versuchten Mordes

Wegen Steinwürfen auf fahrende Autos an der A7 und der Bundesstraße 200 verurteilte beispielsweise das Landgericht Flensburg im Jahr 2018 zwei 19-Jährige unter anderem wegen versuchten Mordes zu Jugendstrafen von sechs Jahren.

Bei einem anderen Fall, einem Steinwurf von einer Autobahnbrücke auf der A7 bei Harrislee in Schleswig-Holstein, ist 2018 eine Frau schwer verletzt worden. Der Stein hatte die Windschutzscheibe des Autos der 58-Jährigen durchschlagen. Der Vorfall ereignete sich an der Autobahnbrücke in der Nähe der dänischen Grenze und der Anschlussstelle Harrislee.

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