Schüler mit Maske im Unterricht: „Ich habe mich totgeschwitzt“

dzErster Schultag

Der erste Schultag nach den Sommerferien ist auch der erste mit Maskenpflicht im Klassenzimmer. Während sie auf dem Heimweg auf den Schulbus warten, erzählen Kamener Schüler, wie der erste Schultag war.

Kamen

, 12.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Hitzefrei am ersten Schultag hat sich für Leon, Jarno und Joshua schon gelohnt. Sie hätten eigentlich sieben, acht bzw. neun Stunden Unterricht gehabt, erzählen die Schüler, die das Gymnasium oder die Gesamtschule besuchen. Doch dank der temperaturbedingten Sonderregelung durften sie schon nach vier Stunden nach Hause gehen. Darüber sind sie auch wegen der neuerdings geltenden Maskenpflicht im Unterricht glücklich.

„Ich habe mich totgeschwitzt“, sagt Joshua auf die Frage, wie es sich anfühlte, die Mund-Nasen-Bedeckung am Platz zu tragen. Maskenpflicht besteht auf dem gesamten Schulgelände ab Klasse 5, so sieht es die aktualisierte Coronaschutz-Verordnung des Landes vor. Lehrer dürfen den Schülern aber ermöglichen, die Maske zeitweise abzunehmen. „Man musste fragen, wenn man was trinken wollte, dann durfte man die Maske kurz abnehmen“, erzählt Joshua.

Kenan (15) erzählt, dass die Lehrer auch mal eine Ausnahme von der Maskenpflicht erlauben, zum Beispiel zum Trinken.

Kenan (15) erzählt, dass die Lehrer auch mal eine Ausnahme von der Maskenpflicht erlauben, zum Beispiel zum Trinken. © Stefan Milk

Wie war es am ersten Tag mit Maske in der Schule? „Heiß“, antwortet Kenan, ein 15-jähriger Gesamtschüler. Der Lehrer habe darauf hingewiesen, dass man bestraft werden könne, wenn man sich nicht an die Maskenpflicht halte. Was das konkret bedeutet? Die Lehrer können Schüler nach Hause schicken oder andere erzieherische Maßnahmen ergreifen.

„Ich finde es extrem anstrengend“, sagt der 15-jährige Till über den Stoff vorm Gesicht. Er findet, dass das Tragen des Mund-Nasen-Bedeckung ernst zu nehmen ist. „Jetzt fängt es wieder an“, sagt er und meint damit eine steigende Zahl von Neuinfektionen in Deutschland.

Infolge der Corona-Pandemie waren die Schulen in NRW ab 16. März geschlossen worden. Sie eröffneten später wieder für Abschlussjahrgänge an weiterführenden Schulen. In Grundschulen gab es Unterricht nach einem tageweise rollierenden System, zwei Wochen vor den Sommerferien durften dann alle Grundschüler zurückkehren. Seit diesem Mittwoch sind wieder alle Schulen im sogenannten Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen. Manche Grundregeln des Infektionsschutzes, beispielsweise 1,50 Meter Mindestabstand, können aber aus Platzmangel nicht eingehalten werden und deshalb nur teilweise verpflichtend.

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