Offene Tür an der A2: Wachsame Bürger, schläfrige Behörden

dzKommentar

Seit einem Jahr machen Anlieger auf eine klappernde Fluchttür an der A2 aufmerksam und es tut sich nichts. Da stellt sich die Frage, wer solche Hinweise verfolgt und das Ergebnis überprüft. Ein Kommentar.

Kamen

, 21.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit einem Jahr machen Bürger an der Fritz-Erler-Straße auf eine Situation aufmerksam, die hochgefährlich ist. Durch eine offene Tür mit einem Schritt auf die Autobahn, die Vorstellung hat etwas Albtraumhaftes. Nicht umsonst sind Autobahnen in der Regel gut abgeschirmt. Dass Menschen auf die Fahrbahn spazieren können, möglicherweise mit kindlicher Naivität dort Mutproben abgehalten werden – der reine Wahnsinn.

Warum also passiert nichts, wenn Bürger einen solchen Missstand benennen? Mindestens fünf Mal haben sie sich gemeldet bei Polizei und Verwaltung. Danach ist nicht viel passiert, zu einem Ergebnis ist man bisher nicht gekommen. Nimmt man das Anliegen nicht ernst?

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Dieses den Behörden zu unterstellen, ist vermutlich unseriös. Es ist aber auch nicht vorstellbar, dass die Information irgendwo verloren gegangen sind und deswegen nicht weiter verfolgt wurden. Schließlich meldeten sich die Bürger, siehe oben, mindestens fünf Mal. So muss man sich in der Tat auch die Frage stellen: Wer verfolgt solche Anliegen und überprüft das Ergebnis? Wer gibt den Bürgern Rückmeldung, dass sie wissen, warum das so lange dauert? All das ist in diesem Fall offenbar nicht passiert.

Fluchttüren funktionieren in beide Richtungen – die Türen sind also grundsätzlich zu öffnen. Für Rettungskräfte, die auf die Autobahn müssen, ist das wichtig. Ob die Türen dazu aber von außen unverschlossen sein müssen oder ob sie nicht mit einem Spezialschlüssel versehen werden müssten, den jeder Feuerwehrmann dabei hat, ist noch einmal eine andere Frage, die auch spannend ist.

Nur weil die Bürger hartnäckig geblieben sind, wird die gefährliche Situation nun – möglicherweise – beseitigt. Eigentlich hätten sie darauf vertrauen dürfen, dass das auch nach ihrer ersten Meldung geschehen wird.

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