L’Osteria startet durch: Mit ca. 500 Gästen täglich, 50 Mitarbeitern und einem Millionenumsatz

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L‘Osteria feiert Eröffnung im Kamen-Karree: 500 Gäste werden täglich in dem Restaurant in Nachbarschaft zu Ikea erwartet. Weitere Daten: 50 Mitarbeiter und ein Jahresumsatz von ca 2,4 Mio. Euro.

Kamen, Unna

, 14.02.2020, 11:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Khatera Djaihun, 28 Jahre alt, liebt die Herausforderung, wie sie sagt. Und eine Herausforderung ist es zweifellos, ein Restaurant mit 50 Mitarbeitern zu führen, das 393 Sitzplätze (innen 233, außen 160) hat und täglich etwa 500 Gäste erwartet.

Fast so viel waren es allein am Donnerstagabend, als die Systemgastronomiekette L‘Osteria Eröffnung im Kamen-Karree feierte. Nach nur etwas über einem halben Jahr Bauzeit wird dort jetzt Pizza und Pasta kredenzt. 50 Mitarbeiter werden dort beschäftigt, die ca. 500 Kunden täglich bewirten. Der prognostizierte Jahresumsatz liegt bei 2,4 Mio. Euro.

L’Osteria startet durch: Mit ca. 500 Gästen täglich, 50 Mitarbeitern und einem Millionenumsatz

Restaurantmanagerin Khatera Djaihun (r.) leitet das neue Restaurant im Kamen-Karree. Für L'Osteria- Geschäftsführer Mirko Silz ist die Eröffnung in Kamen der 124. Standort in acht Ländern. © Janecke

Ein wachsamer Blick auf alle Abteilungen

Khatera Djaihun hat einen wachsamen Blick auf alle Abteilungen, auch wenn sie sich gerade geduldig den Fragen der Gäste stellt, die zum ersten Mal in das stimmungsvoll beleuchtete Haus strömen.

Die 28-jährige Wittenerin ist mit ihrer Familie 2002 aus Afghanistan nach Deutschland gekommen und ist in der Gastronomie geradezu durchgestartet – zuvor für den Mitbewerber Café del Sol, und seit 2017 bei L‘Osteria, jenem Familienunternehmen, das sich auf Wachstumskurs befindet.

Nach Stationen in Essen-Rüttenschied und Herne führt sie nun das dritte Restaurant. „Ich mag es einfach, etwas Neues, so wie hier, zu erschaffen“, sagt sie mit Blick auf das Arbeitspensum der vergangenen Wochen. „Und es steckt viel Muskelkater drin“, ergänzt sich lachend, als sie auf die hohe Bar blickt, deren Regal über und über mit Flaschen und Gläsern bestückt ist.

L’Osteria startet durch: Mit ca. 500 Gästen täglich, 50 Mitarbeitern und einem Millionenumsatz

Stimmungsvoll beleuchtet und geschmackvoll eingerichtet: Die Nürnberger Systemgastronomiekette L'Osteria hat im Kamen-Karree Eröffnung gefeiert. © Janecke

Weitere Eröffnungen im Ruhrgebiet geplant

Die Systemgastronomiekette aus Nürnberg wächst schnell. Einer der Motoren dieses Prozesses ist Geschäftsführer Mirko Silz, der gerade aus Den Haag gekommen ist, wo ebenso ein neues Restaurant eröffnet wurde. Das Kamener Restaurant ist der jetzt 35. Standort in Nordrhein-Westfalen und der 124. Standort in acht Ländern.

Weitere Eröffnungen, so Silz, sind geplant im Spätsommer in Hagen, danach ein zweiter Standort in Bochum. In Berlin soll bald das sechste Lokal eröffnet werden. „Natürlich sind wir an Wachstum interessiert. Vielleicht erreichen wir irgendwann die Marke von 500. Aber es muss auch die Balance stimmen zwischen Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit. Das ist wichtiger als Wachstum um jeden Preis.“

L’Osteria startet durch: Mit ca. 500 Gästen täglich, 50 Mitarbeitern und einem Millionenumsatz

In der offenen L'Osteria-Küche werden Pizza, Pasta, Fingerfood und Salate zubereitet. © Janecke

Etwa 2,5 Mio. Euro Umsatz pro Restaurant-Standort

Silz ist mit Erfahrung von über 20 Jahren in den Branche angesehen, hat bei Wettbewerbern wie McDonald´s gearbeitet und war von 2006 bis 2011 im Vorstand beim Wettbewerber Vapiano. Der weltläufige CEO lebte von 1997 bis 2002 in Dortmund und kennt somit auch Kamen und sein Verkehrskreuz, an dem das neue Restaurant jetzt liegt.

„Hier ist es verkehrsgünstig, ein Dreh- und Angelpunkt mit viel Gewerbe und Gastronomie. Und Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagt Silz mit Blick auf die Nachbarschaft mit KFC, McDonald‘s, Pizza Hut, Burger King und Connie‘s Diner. Der Umsatz des Kamener Standorts könnte trotz großer Konkurrenz bei ca. 2,4 Mio. Euro jährlich liegen. Die Umsatzspanne der Restaurants, so Silz, liege zwischen 1,3 Mio. in weniger belebten Lagen und 5 Mio. Euro an Toplagen wie beispielsweise München-City, wo täglich durchschnittlich 1300 Gäste einkehrten.

Kompett ist das Team in Kamen im Übrigen noch nicht. 30 Mitarbeiter wurden eingestellt, dazu 20 aus umliegenden Restaurants zusammengezogen – wie aus Bochen, Dortmund, Essen und Herne.

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