Stadt spart mit einem simplen „Klick“ Strom, Geld und Kohlendioxyd

dzLED-Technik

Die Umrüstung der Straßenlaternen mit Energiesparlampen zahlt sich für die Stadt schon drei Jahre nach dem Start aus. Die Stromrechnung ist niedriger und der Stromverbrauch sinkt eklatant.

Fröndenberg

, 13.02.2020, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie positiv sich der Austausch der Leuchtmittel in den Straßenlaternen auf Stadtkasse und Stromverbrauch auswirkt, stellt die Verwaltung jetzt in einer Bilanz von 2016 bis 2019 dar.

2017 hat Fröndenberg damit begonnen, die herkömmlichen Natriumdampflampen, die nicht nur umweltschädlich sind, sondern auch einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch haben, auf Energiesparlampen umzurüsten.

Bis Ende 2019 haben die umgerüsteten Laternen 35 Prozent weniger Strom verbraucht als im Jahr 2016, teilte Markus Törnig, Leiter des städtischen Tiefbauamtes im Bauausschuss mit.

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2400 Straßenlaternen im gesamten Stadtgebiet

  • Die Stadt Fröndenberg unterhält 1600 Straßenlaternen in der Stadtmitte sowie in den östlichen Satdtteilen.
  • Daneben unterhalten die Stadtwerke Fröndenberg 800 Straßenlaternen in den westlichen Stadtteilen; insgesamt gibt es also 2400 Laternen.
  • Im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke erneut 100 Laternen mit Energiesparleuchten, die Stadt mehr als 130 Straßenlaternen umgerüstet.

Umgerechnet waren das 280.000 kw/h, die an Leistung weniger benötigt wurden und damit mehr als 46.000 Euro an Stromkosten, die weniger an die Stadtwerke Fröndenberg überwiesen werden mussten.

Stromverbrauch sinkt – aber der Strompreis steigt auch

Rund 40.000 Euro investiert die Stadt jährlich für die Umrüstung. Die Ausgaben amortisierten sich also nach gut drei Jahren bereits, rechnete Markus Törnig vor.

Neben geringerem Stromverbrauch und Kosten erfreut die Stadt auch die Reduzierung des CO2-Ausstoßes, der umgerechnet seit 2016 bei mittlerweile rund 150 Tonnen liegt. So verursachte die Stromproduktion für die Straßenlaternen 2016 noch 423 Tonnen, 2019 waren es nur noch rund 275 Tonnen. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 waren noch 325 Tonnen Kohlendioxid verbraucht worden.

Von ihren 1600 Straßenlaternen hat die Stadt mittlerweile 600 auf LED-Technik umgerüstet. Dank eines passenden Austauschsatzes des Herstellers sei dies ein recht unkomplizierter Vorgang, der nicht viel Arbeitszeit kostet. Das geht praktisch mit einem „Klick“.

Stadt spart mit einem simplen „Klick“ Strom, Geld und Kohlendioxyd

Die neuen Straßenlaternen im Fördergebiet des Stadtumbauprogramms, wie hier in der Karl-Wildschütz-Straße, leuchten auch bereits mit LED-Technik. © Land

Effizienter ist man auch dadurch geworden, dass nach und nach sämtliche Leuchtköpfe der Laternen vereinheitlicht worden waren. Zuvor hatte es im Stadtgebiet eine Vielzahl unterschiedlicher „Lampenschirme“ gegeben. Nun muss man viel weniger Ersatzteile vorhalten, verbraucht weniger Lagerkapazität.

Umrüstung bezahlt die Stadt aus Eigenmitteln

Das Umrüstprogramm bestreitet die Stadt aus Eigenmitteln, ein Förderprogramm gibt es in diesem Fall nicht. Die Ersparnis, die die Maßnahme praktisch ja auch ein Stück weit gegenfinanziert, wird allerdings nicht fortlaufend größer: In diesem Jahr etwa steigt der Strompreis, was den „Gewinn“ schmälert.

Im laufenden Jahr sollen weitere 150 Straßenlaternen die LED-Leuchtmittel erhalten. Geht es in dieser Schlagzahl weiter, könnten in etwas mehr als fünf Jahren sämtliche alten Dampflampen der Vergangenheit angehören.

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