BVB-Innenverteidiger Leonardo Balerdi: „Deutsche sind im Allgemeinen ein wenig kühler“

Borussia Dortmund

BVB-Verteidiger Leonardo Balerdi kam beim BVB noch nicht zum Zug. Das will er bald ändern, wie er in der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins verrät.

Dortmund

, 26.02.2020, 15:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB-Innenverteidiger Leonardo Balerdi: „Deutsche sind im Allgemeinen ein wenig kühler“

Dortmunds Leonardo Balerdi in Aktion. © Kirchner-Media

Leonardo Balerdi ist 21 Jahre alt, spielt seit etwas mehr als einem Jahr für Borussia Dortmund. Der Innenverteidiger kam für über 15 Millionen Euro von den Boca Juniors und ist mittlerweile Teil der argentinischen Nationalmannschaft. Nur der Durchbruch beim BVB ist ihm bislang verwehrt geblieben.


In der aktuellen Ausgabe des BVB-Mitgliedermagazins spricht der Dortmunder Innenverteidiger Leonardo Balerdi über...

... die Eingewöhnungszeit bei Borussia Dortmund: „Am Anfang fiel es mir schon schwer, mich einzugewöhnen, aber mit der Zeit läuft es immer besser. Ich gebe jeden Tag hundert Prozent und arbeite für meine Chance. Es ist nicht so einfach, mit 19 aus Argentinien nach Dortmund zu gehen.“

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... über die Unterschiede zwischen Deutschland und Argentinien: „Das Klima. Es ist schon sehr kalt hier, gerade im Winter, aber nicht nur. Die Deutschen sind im Allgemeinen ein wenig kühler. Ich meine das überhaupt nicht abwertend, die Menschen hier bringen mir sehr großen Respekt entgegen, aber ich kenne es von zu Hause nun mal ... heißblütiger. Wir umarmen uns gern und schreien uns auch mal an. Ja, dieser emotionale Umgang fehlt mir schon ein wenig.“


... über seine Entdeckung als Innenverteidiger: „Das kam ganz spontan. Ich stand in der Kabine, der Trainer kam herein und hat gesagt: Leo, du bist so groß, wir versuchen es mit dir mal in der Innenverteidigung. Das hat so gut geklappt, dass ich nicht mehr weggekommen bin. Auf diese Weise habe ich gelernt, den Fußball ganz anders zu sehen, ganz anders zu denken.“


... über seine Rolle als Innenverteidiger und Vorbilder: „Da hilft es dir, wenn du früher mal weiter vorn gespielt hast. Aber ich schaue mich schon um und lasse mich von anderen Leuten inspirieren. Bei Boca hatte ich die Ehre, mit Fernando Gago zusammenzuspielen, einem fantastischen Fußballer, der das Spiel aus dem defensiven Mittelfeld aufzieht. Als Innenverteidiger hat mir früher Paolo Maldini immer sehr gut gefallen. Hier in Dortmund lerne ich viel von Leuten wie Mats Hummels. Ansonsten bewundere ich Sergio Ramos und ganz besonders Gerard Pique, er spielt schon so lange in Barcelona und gehört noch immer zu den besten Innenverteidigern überhaupt.“

... über ein Angebot des FC Barcelona: „Ja, das stimmt. Das war vor der Anfrage aus Dortmund. Ich war gerade 18, und es wäre wohl ein bisschen zu früh für einen Wechsel nach Europa gewesen. Barca wollte mich erst einmal nur für die zweite Mannschaft haben. Ich fühlte mich damals sehr wohl bei Boca, das war der Verein, für den ich schon immer geschwärmt habe. Es ist also nichts draus geworden, und ich habe es nie bereut, dass ich meine nächsten Schritte bei Boca machen durfte. Das ist schon ein ganz besonderer Verein.“


Leonardo Balerdi kommt in der laufenden Saison bei Borussia Dortmund auf lediglich einen Bundesligaeinsatz - beim 5:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf am 7. Dezember spielte er die letzten zwölf Minuten. Hinzu gesellt sich ein Kurzeinsatz in der Champions League gegen Slavia Prag. Darüber hinaus bringt er es auf acht Einsätze in der Regionalliga West. Das könnte sich vielleicht bald ändern.

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