Gesamtschüler haben sich bei Klassenfahrt ins Münsterland mit Corona infiziert

dzCoronavirus in Bergkamen

Nach vier neuen Corona-Fällen an der Gesamtschule müssen sich 80 Schüler erneut testen lassen. Die meisten waren zusammen auf Klassenfahrt – doch auch eine daheimgebliebene Schülerin hat sich angesteckt.

Bergkamen

, 29.09.2020, 12:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Inzwischen dürfte an der Willy-Brandt-Gesamtschule ein gewisses Maß an Routine bei den Corona-Tests herrschen: An diesem Mittwochmorgen begann an der Schule auf dem Friedrichsberg eine weitere Testreihe. Getestet werden rund 80 Schüler aus drei achten Klassen, die gemeinsam auf Klassenfahrt waren.

Nachdem bei einem Schüler eine Corona-Infektion festgestellt worden war, waren sie in der vergangenen Woche schon einmal getestet worden. Bei den ersten Tests war herausgekommen, dass vier weitere Schüler infiziert sind.

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Einige der Betroffenen haben Geschwister an der Schule

Die Doppeltests entsprechen den Vorgaben des Roland-Koch-Instituts. Der Krisenstab des Kreises Unna versucht auf diese Weise, infizierte Kontaktpersonen innerhalb der Inkubationszeit zu identifizieren. Einige der betroffenen Achtklässler haben Geschwister, die die Gesamtschule besuchen. Auch sie werden getestet – allerdings nicht an der Schule, wie Schulleiter Dirk Rentmeister erläutert: „Das Kreisgesundheitsamt nimmt direkt Kontakt zu den Familien auf.“ Nach Angaben des Kreises Unna sind inzwischen rund 30 Kontaktpersonen identifiziert worden, es laufen, aber noch weitere Ermittlungen.

Die 80 Achtklässler und die begleitenden Lehrer befinden sich derzeit in Quarantäne. Und das bleiben sie auch, selbst wenn der zweite Corona-Test negativ ausfällt. Die Quarantäne dauere zunächst bis zum 2. Oktober, sagt Rentmeister: „Bei positiven Testergebnissen wird sie entsprechend verlängert.“

Klassenfahrten innerhalb Deutschlands sind zulässig. Die Gesamtschule würde bei eine Absage die Storno-Gebühren nicht erstattet bekommen.

Klassenfahrten innerhalb Deutschlands sind zulässig. Die Gesamtschule würde bei eine Absage die Storno-Gebühren nicht erstattet bekommen. © picture-alliance/ obs

Klassenfahrten innerhalb Deutschlands sind zulässig

Die Fahrt der drei achten Klassen führte laut Rentmeister nach Nordwalde im Münsterland. Weil sie ein Ziel innerhalb Deutschlands ansteuerte, war sie zulässig: „Hätten wir sie abgesagt, hätten wir die Storno-Gebühren nicht vom Land erstattet bekommen“, sagt Rentmeister. Anders sieht es mit Klassenfahrten ins Ausland aus, in diesem Fall übernimmt das Schulministerium die Ausfallkosten.

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Die Gesamtschule sagte deshalb nach Rentmeisters Angaben zwölf geplante Fahrten ab, in fünf Fällen durften Klassen innerhalb Deutschlands reisen.

Allerdings durften die Eltern entscheiden, ob ihre Kinder mit auf Klassenfahrt gehen – falls sie nicht mitfuhren, mussten die Eltern aber die Storno-Gebühren übernehmen. „Das haben einige Eltern gemacht“, sagt Rentmeister.

Unter den nun vier positiv Getesteten sei auch ein Mädchen, das gar nicht mit in Nordwalde war, sagt Rentmeister: „Sie muss sich woanders angesteckt haben.“

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